Öffentliche Förderung > BAFA > „Vor-Ort-Beratung“

Wer wird gefördert?

Eigentümer, Mieter oder Pächter von Wohngebäuden im Bundesgebiet, für die vor dem 01. Februar 2002 der Bauantrag gestellt wurde und deren Gebäudehülle seitdem nicht mehr als 50 % verändert wurden. Eine Energiesparberatung können in Anspruch nehmen:

 

  • natürliche Personen
  • rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich der Wohnungswirtschaft sowie Betriebe des Agrarbereichs
  • juristische Personen und sonstige Einrichtungen, die gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen

 
Mieter oder Pächter eines Gebäudes können ebenfalls im Rahmen des Förderprogramms beraten werden, wenn sie die schriftliche Erlaubnis des Eigentümers erhalten haben. Der Berater hat dies vor Antragstellung zu überprüfen.

Wohnungseigentümer können eine Beratung in Anspruch nehmen, wenn sich die Beratung auf das gesamte Gebäude bezieht und die Eigentümergemeinschaft mit der Maßnahme einverstanden ist.

Was wird gefördert?

Gefördert wird eine Vor-Ort-Beratung durch antragsberechtigte Energieberaterinnen/Energieberater, die dem Beratenen Möglichkeiten der energetischen Gebäudesanierung aufzeigt. Der Berater stellt dazu in einem energetischen Sanierungskonzept entweder

 

  • die Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus dar (Komplettsanierung) oder
  • erstellt einen Sanierungsfahrplan, der aufzeigt, wie das Gebäude umfassend - also unter Einbeziehung der thermischen Hülle und der Anlagentechnik - in aufeinander abgestimmten Maßnahmen energetisch saniert werden kann (Sanierungsfahrplan).

 

Wie wird gefördert?

Gefördert wird mit einem Zuschuss zu den Beratungskosten in Höhe von

 

  • max. 800 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser,
  • max. 1.100 Euro für Wohnhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten
  • und mit einem zusätzlichen Beratungsbonus von bis zu 500 Euro für Wohneigentümergemeinschaften.

 
Der Zuschuss ist auf 60 % der förderfähigen Beratungskosten (brutto) begrenzt. Er wird an den Energieberater, der auch die Antragstellung übernimmt und für die Abwicklung gegenüber dem BAFA verantwortlich ist, ausgezahlt. Dieser muss sie in voller Höhe im Rahmen der Rechnungsstellung an den Beratungsempfänger weitergeben.

Der Kunde einer Vor-Ort-Beratung kann außerdem wählen zwischen der Erstellung eines energetischen Sanierungskonzepts für

 

  • die Sanierung des Wohngebäudes (zeitlich zusammenhängend) zum KfW-Effizienzhaus (Komplettsanierung) oder
  • die umfassende schrittweise energetische Sanierung mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen (Sanierungsfahrplan).


Weitere Infos finden Sie hier.

Wie sind die Bedingungen?

  • Mit der Maßnahme (Vor-Ort-Beratung) darf vor Antragstellung nicht begonnen werden.
  • Für den Beratungsbericht sind in den Anlagen zur Richtlinie (Seite 9 ff.) bestimmte Mindestinhalte vorgeschrieben.
  • Die Antragstellung kann nur online durch  zugelassene Energieberaterinnen/Energieberater erfolgen.
  • Die Ausstellung eines Gebäudeenergieausweises im Zusammenhang mit einer Vor-Ort-Beratung ist nicht förderschädlich.
  • Nach Erstellung des Zuwendungsbescheides ist die Maßnahme innerhalb von drei Monaten ohne weitere Mitwirkung des BAFA vollständig abzuschließen, d. h. der Bericht/das Gutachten ist zu erstellen, auszuhändigen und in einem abschließenden Beratungsgespräch zu erläutern. Die für eine Auszahlung notwendigen Verwendungsnachweisunterlagen müssen spätestens einen weiteren Monat später im BAFA eingegangen sein.
  • Die Verwendungsnachweisprüfung wird ebenfalls durch ein Online-Verfahren unterstützt, so dass insbesondere Beratungsberichte bzw. Thermografiegutachten auch als PDF-Datei eingereicht werden können.

 

Förderanträge können längstens bis zum 31. Dezember 2019 gestellt werden. Auf die Gewährung der Zuwendung besteht kein Rechtsanspruch.

Wie bekomme ich die Fördermittel?

Das BAFA vergibt die Zuschüsse nicht direkt an private Antragsteller, so dass der Antrag durch antragsberechtigte Energieberater gestellt werden muss. Der Erhalt des Zuschusses erfolgt über die Rechnungsstellung des Energieberaters, d.h. die Erstattung erfolgt an den Energieberater, der den Zuschuss in vollem Umfang an den Beratungsempfänger weitergeben muss.

 

Wichtig: Der Antrag ist vor Baubeginn der Maßnahme zu stellen.

 

Richtlinie des BAFA online lesen oder herunterladen