Öffentliche Förderung > BAFA > Erneuerbare Energien > Erneuerbare Energien - Förderung von Biomasseverfeuerungsanlagen

Wer wird gefördert?

  • Privatpersonen
  • freiberuflich Tätige
  • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und kommunale Zweckverbände
  • gemeinnützige Organisationen
    (z.B. eingetragene Vereine)
  • kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
  • KMU, an denen mehrheitlich Kommunen beteiligt sind
  • Contractoren
  • Land- und Forstwirtschaft
  • Gartenbau

Was wird gefördert?

In Bestandsgebäuden werden gefördert:

 

  • Kessel zur Verfeuerung von Holzpellets und Holzhackschnitzeln
  • Holzpelletöfen mit Wassertasche
  • Kombinationskessel zur Verfeuerung von Holzpellets bzw. Holzhackschnitzeln und Scheitholz
  • besonders emissionsarme Scheitholzvergaserkessel (Staubemissionswert von max. 15 mg pro Kubikmeter)

 

In Neubauten werden Maßnahmen im Rahmen der Investitionsförderung gefördert (s.u.).

 

Pelletöfen (Warmluftgeräte) sind nicht förderfähig.

Wie wird gefördert?

Übersicht der Basis-, Bonus- und Innovationsförderung Biomasse

 

  • Basisförderung: Zuschuss pauschal und gestaffelt nach kW Nennwärmeleistung
  • Bonusförderung: Zuschuss zusätzlich zur Basisförderung für besonders innovative oder effiziente Anwendungen von Biomasseanlagen;
    Unterschieden werden
    • regenerativer Kombinationsbonus bei gleichzeitigem Betrieb einer förderfähigen Solaranlage (nicht mit dem Effizienzbonus kombinierbar)
    • Effizienzbonus (nicht mit dem regenerativen Kombinationsbonus kombinierbar)
  • Innovationsförderung für Anlagen oder Einrichtungen,
    • bei denen eine Nutzung der bei der Abgaskondensation anfallenden Wärme erfolgt (sog. Brennwertnutzung)
    • zur sekundären Abscheidung der im Abgas enthaltenen Partikel (sog. Partikelabscheider)

Wie sind die Bedingungen?

  • Förderfähig sind Anlagen zur Bereitstellung von Wärme in Gebäuden, die bereits vor Durchführung der Maßnahme über ein Heizungssystem verfügten (Gebäudebestand).
  • Antragstellung von Privatpersonen, Kommunen, kommunalen Gebietskörperschaften, kommunalen Zweckverbänden und gemeinnützigen Organisationen innerhalb von sechs Monaten nach Inbetriebnahme. Förderbar sind Vorhaben, die ab dem 1. Januar 2009 begonnen wurden und zum Zeitpunkt der Antragstellung fertig gestellt sind.
  • Antragstellung von Unternehmen, Freiberuflern, Land- und Forstwirtschaft sowie Gartenbau vor Vorhabensbeginn; Als Vorhabensbeginn gilt der Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrages sowie die Auftragsvergabe. Nach Erhalt des Zuwendungsbescheides ist die Anlage innerhalb von 9 Monaten in Betrieb zu nehmen.
  • Seit dem 01.07.2010 sind Biomasseanlagen nur noch dann förderfähig, wenn ein hydraulischer Abgleich vorgenommen wurde.
  • Seit dem 01.09.2011 ist zusätzlich Fördervoraussetzung, dass mindestens eine Umwälzpumpe im Heizungssystem die Effizienz-Anforderungen entsprechend der Effizienzklasse A erfüllt. Hersteller und Typbezeichnung müssen aus der Rechnung hervorgehen. Ausgenommen davon sind Pelletöfen mit Wassertasche.

Wie bekomme ich die Fördermittel?

  • Antragstellung unter Verwendung des vorgeschriebenen aktuellen Antragsformulars
  • Bei Antragstellung nach Inbetriebnahme der Anlage sind die Fachunternehmererklärung, die vollständige und an den Antragsteller adressierte Rechnung in Kopie sowie der Nachweis über die Durchführung des hydraulischen Abgleichs der Heizungsanlage (Rechnung des Fachunternehmers in Kopie oder standortbezogene Berechnungsunterlagen, errechnete Einstellvorgaben oder Einstellprotokolle der Strangregulier- bzw. Thermostatventile in Kopie) beizufügen.
  • Wenn zusätzlich der Effizienzbonus beantragt wird: Energieausweis in Kopie
  • Der regenerative Kombinationsbonus kann zusätzlich zur Basisförderung gewährt werden, wenn gleichzeitig eine förderfähige Solaranlage errichtet wird. Beide förderfähigen Anlagen sind innerhalb eines maximalen Zeitraums von sechs Monaten in Betrieb zu nehmen. Innerhalb dieser sechsmonatigen Frist müssen dem BAFA außerdem die Anträge auf Förderung der Anlagen zugehen. Für beide Maßnahmen ist jeweils ein separater Antrag zu stellen.
  • Bei Antragstellung vor Vorhabensbeginn ergeht ein Zugangsbescheid, der Informationen über weitere einzureichende Unterlagen enthält.